Das Medizinrad und die Medizinradaufstellung

Aufstellungsarbeit ist Ihnen vielleicht bereits aus anderen Angeboten bekannt, oder Sie haben schon einmal selbst daran teilgenommen. Doch auch wenn dieses Format für Sie völlig neu ist: Für eine Aufstellung sind keine Vorkenntnisse nötig. Wichtig sind lediglich Offenheit und die Bereitschaft, sich auf den Prozess einzulassen.
In der Aufstellungsarbeit geht es darum, eine persönliche Frage oder eine Lebenssituation sichtbar zu machen. Dabei begleite ich die entstehenden Prozesse achtsam und respektvoll. Ziel ist es, mehr Klarheit zu gewinnen und neue Perspektiven zu eröffnen.
Es gibt verschiedene Formen der Aufstellungsarbeit. Allen gemeinsam ist, dass sogenannte Repräsentantinnen und Repräsentanten eine bestimmte Rolle übernehmen. Auch bei der Medizinradaufstellung arbeiten wir mit Repräsentanten. Zusätzlich spielen hier die Elemente des Medizinrades sowie familiäre und persönliche Zusammenhänge eine wichtige Rolle. Sie helfen dabei, innere Prozesse und Lebenszusammenhänge auf eine anschauliche und erfahrbare Weise zu erkunden.
Bei der Medizinradaufstellung wie ich sie anbiete, gibt es einen wichtigen Unterschied zu anderen Aufstellungsformen, zum Beispiel zu Familienaufstellungen: Die Rollen sind hier bereits im Medizinrad festgelegt. Es gibt die vier Richtungen – Norden, Süden, Osten und Westen – und jede dieser Richtungen steht für bestimmte Qualitäten und Themen.
Die Fragestellung für die Aufstellung entsteht im gemeinsamen Gespräch mit der aufstellenden Person. Oft zeigt sich dabei, worum es im Kern wirklich gehen soll. Was soll das Rad besprechen? Gleichzeitig kann natürlich auch schon eine eigene Frage oder eine bestimmte Richtung mitgebracht werden die hilft eine gute Frage an das Medizinrad zu entwickeln.
Hintergrund zum Medizinrad und dieser Aufstellungsarbeit
Das Medizinrad entstammt ursprünglich der indianischen Tradition der „Twisted Hairs“. Jeder Himmelsrichtung auf dem Medizinrad sind Elemente und Zuschreibungen aus indianischem und tibetischem überliefertem Wissen zugeordnet. In den Medizinradaufstellungen kommt der Dialog zwischen Denken, Fühlen, Körper und Spiritualität zur Darstellung. Diese Art der Aufstellungsarbeit wurde von Reinhard Mumm entwickelt und von Bernward Bog um die Elemente der tibetischen Lehren des tantrischen Buddhismus erweitert.
Wozu eignet sich eine Medizinradaufstellung?
Die Medizinradaufstellung bietet die Möglichkeit aus wichtigen oder schwierigen Lebenssituationen heraus eine Lebensfrage an das Medizinrad zu stellen. Solch wichtige Situationen können z.B. Lebensübergänge, aber auch Spannungen in der Familie, Ängste, Schicksalsschläge, Krankheiten oder Süchte sein. Die Beantwortung der Lebensfrage kommt aus der Perspektive des „Höheren Selbst“ und ermöglicht neue Wahrnehmungen und Möglichkeiten.
Vorgehensweise
Ein Aufsteller wählt sich Repräsentanten für die vier Himmelsrichtungen und diese bilden so das Medizinrad.
Der/die Aufstellende sitzt außerhalb des Rades, erzählt in wichtigen Eckdaten die Lebensgeschichte und stellt die Lebensfrage an das Rad. Die Repräsentanten ermitteln im verbalen Dialog die Antwort. Der Medizinrad-Leiter*in unterstützt die Interaktionen der Repräsentanten und interveniert gegebenenfalls, um eine Lösung zu erreichen.
In den meisten Fällen ist es sinnvoll, nach einer Aufstellung in der eine Frage besprochen wurde noch Einzelsitzungen anzufügen. In diesen können Fragen besprochen werden die aufgekommen sind. Und wir können gemeinsam an dem weiterarbeiten was im Rad zur Darstellung kam. Gerne klären wir den Umfang und die Möglichkeiten im Anschluss an die Aufstellung.
Die Aufstellungsarbeit findet in Gruppen nach vorheriger Anmeldung statt. Termine finden Sie hier.

ELEMENT ERDE

ELEMENT WASSER

ELEMENT FEUER

